Inhaltsverzeichnis
ToggleDie Bedeutung der Rauhnächte
Die Rauhnächte sind eine Zeit, die zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag liegt. Sie gelten in vielen Kulturen als eine besondere Zeit des Übergangs und der Reinigung. In dieser Zeit sollen die Menschen zur Ruhe kommen und sich auf das kommende Jahr vorbereiten.
Insgesamt sind die Rauhnächte eine Zeit der Besinnung und des Wandels, in der die Menschen die Möglichkeit haben, sich neu auszurichten und gestärkt ins neue Jahr zu starten. Es ist eine Zeit, die genutzt werden sollte, um Klarheit zu gewinnen und sich bewusst auf das Kommende vorzubereiten.
Rauhnächte und die 12 magischen Nächte
Als Rauhnächte, auch die Rauchnächte oder Raunächte genannt, werden die 12 Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag am 6. Januar bezeichnet.
Traumdeutung während der Rauhnächte
In den Rauhnächten sollen unsere Träume besonders intensiv sein und Rückschlüsse auf die Zukunft zulassen. Der Sage nach sollen in diesen Nächten die Grenzen zwischen den Zeitebenen verschwimmen und somit ein Blick in die Zukunft ermöglichen. Was wir in dieser Zeit träumen, hat demnach große Chancen, im neuen Jahr Wirklichkeit zu werden.
In welchem Zeitraum finden die Rauhnächte statt?
Die 12 heiligen Nächte werden traditionell zwischen Heiligabend am 24. Dezember und dem Dreikönigstag am 6. Januar gefeiert. Die erste Rauhnacht beginnt in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember und die letzte Rauhnacht findet in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar statt.
Die Nächte zu Weihnachten, Silvester und vor dem Dreikönigstag gehören zu den wichtigsten Rauhnächten.
Besondere Traditionen während der Rauhnächte
In vielen Traditionen werden die Rauhnächte als magische Zeit angesehen, in der das Schicksal für das kommende Jahr bestimmt wird. Es wird gesagt, dass in dieser Zeit die Grenze zwischen der Welt der Menschen und der Geisterwelt besonders dünn ist und dass die Seelen der Verstorbenen zu Besuch kommen.
In einigen Regionen werden während der Rauhnächte besondere Rituale und Bräuche praktiziert, um das neue Jahr zu begrüßen und sich vor bösen Geistern zu schützen. Dazu gehören das Räuchern der Wohnräume, das Aufstellen von Schutzzeichen und das Verbrennen von Räucherwerk.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Rauhnächte ist der Rückblick auf das vergangene Jahr und das Setzen von Zielen für das kommende Jahr. Es ist eine Zeit des Innehaltens, der Besinnung und des Bewusstwerdens dessen, was im Leben wirklich wichtig ist.
Die Rauhnächte bieten die Möglichkeit, sich von alten Mustern und negativen Energien zu befreien und Platz für Neues zu schaffen. Es ist eine Zeit der Reinigung, des Loslassens und der Transformation.
Das Ritual der 13 Wünsche
Zur Vorbereitung auf die magische Zeit zwischen den Jahren werden 13 Wünsche für das kommende Jahr formuliert und einzeln auf Zettel geschrieben. In jeder der 12 Raunächte wird dann einer der Wünsche verbrannt. 12 der 13 Wünsche werden vom Universum erfüllt. Für seinen Wunsch ist man selbst verantwortlich.
Räuchern – Rauhnächte zur Reinigung und Energetisierung
In den Rauhnächten wird geräuchert. Traditionell ging man mit reinigenden Kräutern durch Haus und Wohnung, um das Heim von Altlasten zu befreien und für positive Energie zu sorgen. Welche Kräuter und Pflanzen in den Rauhnächten geräuchert werden, ist Geschmackssache. Früher wurde gerne mit Weihrauch geräuchert, um böse Geister zu vertreiben. Beliebt ist in den Rauhnächten auch das Räuchern mit Salbei oder Palo Santo. Mittlerweile gibt es sogar komplette Sets mit Räuchermischungen, die speziell für die Rauhnächte zusammengestellt wurden. Ob du aber Räucherharze, selbst gesammelte Kräuter oder fertige Sets verwendest, bleibt dir überlassen. Am besten verlässt du dich beim Räuchern während der Rauhnächte ganz auf deine Intuition.
Wäschewaschen verboten?
In den zwölf Rauhnächten war es besonders wichtig, die Wohnung und den Körper sauber zu halten. So durfte keine Wäsche gewaschen oder aufgehängt werden, man durfte nicht verreisen, nicht backen, nicht schwer arbeiten und auf keinen Fall kehren.
Beitragsbild:
#402413639 – Angelika Beck